Naturbestattungen

Der Umwelt- und Naturschutz-Gedanke beeinflusst auch das Bestattungswesen. Giftfreie Sarglackierungen, biologisch abbaubare Urnen und umweltschonende Bestattungsformen werden immer wichtiger. Der Leichnam soll dem Kreislauf der Natur möglichst unbelastet und im Einklang mit den Naturgesetzen übergeben werden.

Bei der Auswahl der Bestattungsart stehen der Wunsch und der Lebensstil der/des Verstorbenen im Vordergrund. Den Angehörigen obliegt die Bestattungspflicht. Sie sollten die Bestattung ganz im Sinne des/der Toten vornehmen.

Wer sein Leben im Einklang mit der Natur gestaltete und sich gerne in der Natur aufhielt, der möchte auch nach seinem Ableben ein Teil der Natur werden. Je nach Vorlieben bieten sich Bestattungsarten in allen vier Elementen an, denn nach der Vier-Elementen-Lehre besteht alles Sein aus den vier "Essenzen".

 

Vierteilung mit Fotos aller vier Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde

 

 

 

 

 

 

Der Körper des/der Verstorbenen wird dem Kreislauf der Natur zurückgegeben.

Er kehrt zurück zu den Quellen des Lebens

 

 

 

 

 

  • Feuer

    Alle Naturbestattungen setzen eine Einäscherung (Kremierung) des Verstorbenen voraus. Erst die Totenasche kann dem Kreislauf der Natur zugeführt werden.

    Um eine Kremierung durchführen zu können, muss das Einverständnis des/der Verstorbenen vorliegen oder vorausgesetzt werden können. Zudem ist vor der Verbrennung eine amtsärztliche Untersuchung vorgeschrieben.

     

  • Wasser

    Wer sich dem Element Wasser verbunden fühlte, kann seine Kremierungsasche in einer Seeurne außerhalb der Drei-Meilen-Zone ins Meer versenken lassen. Am Besten ist es, wenn dieser Bestattungswunsch handschriftlich hinterlassen und dabei auch angegeben wird, wo die Seebestattung stattfinden soll. Üblich sind die Ost- oder Nordsee oder auch das Mittelmeer.

    Bergbach- und Gletscher-Bestattungen sind in Deutschland nicht möglich.

     

  • Luft

    Wessen Asche in alle Himmelsrichtungen verstreut werden soll, der kann sich für eine Luftbestattung entscheiden, bei der die Asche aus einem Flugzeug, Heißluftballon oder einem kleinen Heliumballon über einem dafür vorgesehenen Gebiet verteilt wird.

    Wer noch höher hinaus will, der kann sieben Gramm seiner Asche ins All schießen lassen. Die Weltraumbestattung per Rakete ist spektakulär und teuer. Die Mini-Kapsel mit der Asche verglüht beim Eintrit in die Erdatmosphäre. Der überwiegende Teil der Kremierungsasche muss konventionell bestattet werden.

     

  • Erde

    Naturbestattungen in der Erde können in Deutschland als Baum- und Wiesenbestattung durchgeführt werden. Bei diesen alternativen Bestattungsformen wird die Asche des/der Verstorbenen in einer nachhaltigen, schnell verrottbaren Urne in dafür ausgewiesenen Waldfriedhöfen unter Bäumen beerdigt. Immer mehr Städte bieten als alternative Bestattungsform auch Bestattungsgärten an. 

    Wer sich in den Bergen wohl fühlte, der kann sich auf einer Almwiese in den Schweizer Alpen bestatten lassen. Hier sind auch Felsbestattungen möglich.

 

Weitere Informationen können in einem persönlichen Gespräch ausgetauscht werden.