Feuerbestattungen

Seit 2008 liegt der Anteil der Einäscherungen in Deutschland etwa bei 55 Prozent. Vor der Jahrtausendwende waren es nur rund ein Drittel. Im Norden und Osten ist die Einäscherung stärker verbreitet als in den katholischen Regionen im Süden. In Ostdeutschland sollen sich beispielsweise über 80 Prozent der Verstorbenen verbrennen lassen.

Bei der Feuerbestattung wird der Leichnam in einem Krematorium verbrannt. Wir lassen die Kremierung in der Regel im Rhein-Taunus-Krematorium in Braubach-Dachsenhausen ausführen.

 

Die Trauerfeier kann vor der Einäscherung am Sarg oder nach der Einäscherung an der Urne zelebriert werden.

Nach der Kremierung kann die Urnenbeisetzung stattfinden.

 

Urnen können in unterschiedlicher Weise beigesetzt werden:

auf einem Friedhof

  • in der Erde, gewöhnlich auf einem umgrenzten, dafür vorgesehenen Friedhof.

    Bei einer Friedhofs-Beisetzung können sich die Angehörigen zwischen einem Urnenreihengrab oder einer individuell gestalteten Urnenwahlgrabstätte entscheiden. Mit dem Friedhofsamt ist jeweils die Nutzung vertraglich zu vereinbaren. In der Regel hat ein Reihengrab eine Laufzeit von 20 Jahren, die Pachtzeit für ein Wahlgrab kann zeitlich differenziert und auch wesentlich länger vereinbart werden. Die jeweiligen Friedhofssatzungen geben darüber Auskunft.

    Ein Erdgrab kann mit einem Grabstein und Blumenschmuck dekoriert werden und bietet einen individuell gestaltbaren Ort der Trauer und Zwiesprache.

 

  • in einer Urnenwand (Kolumbarium) oder in Nischen der Friedhofsmauer können Urnen eingestellt werden, eine Bestattungsform die zunehmend in Nutzung kommt

 

  • bei Anonymen Bestattungen gibt es in Lohmar drei Arten der Bestattung: Man kann sich für ein anonymes Urnenreihengrab oder eine pflegefreie Urnengrabstätte entscheiden. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Asche auf einer ausgewiesenen Aschestreuwiese verstreuen zu lassen.

 

in der Natur

  • Bei Naturbestattungen übergibt man die Asche unmittelbar dem Kreislauf des Lebens. Während in unseren Nachbarländern wie z.B. der Schweiz eine ganze Reihe von Naturbestattungsformen wie die Bergbach-, Bergwiesen-, Fels-, Flug-, Fluss- und Gletscher-Bestattung erlaubt sind, kann man sich in Deutschland nur zwischen einer Baum- oder Seebestattung entscheiden.

    In den Nachbarländern Österreich, Schweiz, Frankreich, Holland und Dänemark sind auch Ballon-Bestattungen möglich, bei denen die kremierte Asche innerhalb eines Heliumballons bis zu 20 km in die Höhe aufsteigt und dort durch die Öffnung des Ballons in alle Winde verstreut wird. Diese Art der Luftbestattungen darf nur innerhalb dafür ausgewiesener Areale durchgefürt werden.

     

    Deutschland hat seine eigenen Richtlinien mit zwei Grundvorschriften:

    In Deutschland besteht eine Bestattungspflicht für

    - Verstorbene und

    - Fehl- und totgeborene Kinder.

    Diese Pflicht gilt nicht bei Fehlgeburten oder für Föten unter 500 Gramm.

    Es gibt im Großen und Ganzen zwei Arten der Bestattung: Die Erd- und die Feuerbestattung.

    Deutschland ist eines der letzten Länder in Europa, in dem es einen Friedhofszwang gibt. Bestattungen dürfen nicht überall stattfinden und auch Urnen dürfen nicht frei platziert werden.

     

  • Bei der Wald- bzw. Baumbestattung wird eine nachhaltige, schnell abbaubare Urne am Wurzelbereich eines Baumes innerhalb eines dafür ausgewiesenen Ruheparks oder Ruhewaldes beigesetzt.

    Schon zu Lebzeiten kann man sich den Baum auswählen, unter dem sich die letzte Ruhestätte befinden soll. Bäume können auch als Familiengrabstätte genutzt und  – je nach Anbieter – bis zu 12 Personen an einem Baum beigesetzt werden.

    In der Nähe von Lohmar bieten sich folgende Wald-Friedhöfe an:

    - der FriedWald Lohmar in Heide oder

    - der Begräbniswald Eitorf/Rhein-Sieg-Kreis.

     

  • Bei der Seebestattung wird die Asche in einer leicht abbaubaren Aschekapsel der See übergeben. Dies geschieht in extra dafür vorgesehenen Meergebieten. Seebestattungen können in der Nord- und Ostsee oder auch in anderen Weltmeeren vorgenommen werden.

    Das unendliche Meer faszinierte seit jeher die Menschen, so dass schon in der griechischen Antike Tote auf diese Weise beigesetzt wurden. Heute wird eine Seebestattung oftmals auch aus Kostengründen gewählt, weil die Anschaffung eines Grabes und die Grabpflege entfallen. Der/Die Verstorbene bleibt im Rauschen des Meeres für immer gegenwärtig. Auf einer Seekarte wird die Stelle der Bestattung markiert, sodass die Angehörigen immer wieder diese Stelle aufsuchen können.

    Voraussetzung für eine Seebestattung ist, dass der/die Verstorbene eine besondere Beziehung zur See hatte und die Seebestattung wünschte. Die Hinterbliebenen können diese Erklärung abgeben. Für die Beisetzung auf See wird eine behördliche Genehmigung benötigt.