Übersicht über mögliche Bestattungsarten

Das Bestattungsgewerbe ist im Umbruch, denn der Umgang mit dem Tod befindet sich im Wandel. Kirchliche, weltliche und globale Riten vermischen sich mehr und mehr.

Der Umwelt- und Naturschutz-Gedanke beeinflusst ebenfalls das Bestattungswesen. Giftfreie Sarglackierungen, biologisch abbaubare Urnen und umweltschonende Bestattungsformen werden immer wichtiger. Immer weitere Kreise wollen im Einklang mit der Natur leben und sterben. Für sie ist eine Naturbestattung der letzte konsequente Schritt.

Und auch das Internet beeinflusst die Trauerkultur. Auf Online-Gedenkportalen werden Nachrufe und Ewigkeits-Projekte als "Bestattung 2.0" angeboten.

 

Begriffsbestimmungen

  • Die Beisetzung i.e.S. bezieht sich auf das Setzen einer Urne.
  • Die Beerdigung und das Begräbnis umschreiben das Einbringen eines Sarges in die Erde. Die Beerdigung wird für eine Bestattung in geweihter Erde verwendet, bei der „der Leichnam der Erde anvertraut wird, damit er wieder zu Erde werde, davon er genommen ist“.
  • Die Einäscherung bedarf eines Krematoriums, in dem eine Feuerbestattung vorgenommen wird.

 

Die Kremierung ermöglicht viele Bestattungsarten

Neben der Ganzkörper-Bestattung in einem Erdgrab, hat vor allem die Feuer-Bestattung zu zahlreichen weiteren Formen der Bestattung geführt. Daneben entwickeln sich auch immer wieder neue Formen einen Leichnam zu konservieren oder ihn möglichst umweltgerecht zu entsorgen. Beispiele hierfür sind Natur- und Weltraumbestattungen oder aber auch die Kryonik und Promession.

 

Deutschland hat seine eigenen Richtlinien mit zwei Grundvorschriften:

In Deutschland besteht eine Bestattungspflicht für

  • Verstorbene und
  • Fehl- und totgeborene Kinder.

Diese Pflicht gilt nicht bei Fehlgeburten oder für Föten unter 500 Gramm.

Im Grunde genommen gibt es nur zwei Arten der Bestattung: Die Erd- und die Feuerbestattung.

 

Deutschland ist eines der letzten Länder in Europa, in dem es einen Friedhofszwang gibt. Bestattungen dürfen nicht überall stattfinden und auch Urnen dürfen nicht frei platziert werden, z.B. auf dem hauseigenen Kaminsims oder im häuslichen Bücherregal. Toten-Asche darf in Deutschland (bisher) nicht zur freien Verfügung genutzt werden. Jeder Leichnam muss (bisher) auf einer dafür vorgesehenen Ruhestätte bestattet werden.

Nur über die Ausfuhr des Leichnams in unsere Nachbarländer können weitere, dort bereits legalisierte Bestattungsformen ermöglicht werden. Auf diese Weise wird die Bestattungskultur immer vielfältiger, denn Deutschlands Nachbarländer bieten zahlreiche weitere Möglichkeiten der Bestattung an.

 

 

 

Beim Austritt aus dem Diesseits kann man zwischen den vier klassischen Elementen wählen:

Neben der Beerdigung (Erd-Element) kann man sich für eine Verbrennung (Feuer-Element), die Seebestattung (Wasser-Element) oder eine Luftbestattung (Luft-Element) entscheiden. 
Nach Rüdiger Dahlke "Lebenskrisen als Entwicklungschancen" (S. 363 + 385) stehen bei jedem Element unterschiedliche analogische Hintergründe im Mittelpunkt mit denen das Loslassen und der Übergang des Verstorbenen vom Dies- ins Jenseits vollzogen wird:

  • Die Beerdigung zelebriert den Abschied vom Körper. Die "sterbliche Hülle" wird in der Erde begraben und der Verwesung bzw. Auflösung übergeben.
  • Die Feuerbestattung reinigt die Seele und gibt sie frei, so dass sie wie "Phönix aus der Asche" aufsteigen kann. Die Asche kann dann zum Beispiel (symbolisch) in alle vier Winde verstreut werden.
  • Bei der Seebestattung tritt die Seele die Rückkehr ins Urmeer an, wenn sie im Wasser versenkt wird.
  • Die Luftbestattung stellt die Auferstehung und Himmelfahrt des Seelenvogels nach. Die Asche wird dem Luftreich übergeben, zum Beispiel mit Hilfe eines Gasluftballons.

 

 

Eine Übersicht über alle Bestattungsformen

Zahlreiche Bestattungsarten sind in Deutschland nicht durchführbar, werden aber im Ausland praktiziert.

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