Körperspende

Auch in Deutschland ist es möglich eine Körperspende zu verfügen, bei der die Leiche an die Anatomie zu Forschungs- oder Präparationszwecke übergeben wird. Es kann auch bestimmt werden, dass die Leiche für Organspenden an bedürftige Kranke genutzt werden darf.

Für die verbleibenden Reste des Leichnams muss im Vorfeld eine Regelung getroffen werden. Seit dem Wegfall des gesetzlichen Sterbegeldes im Januar 2004 übernehmen die begünstigten Institutionen die anschließende Bestattung, meist als Kremation, leider nicht mehr.

 

Das Präparieren einer Leiche zu wissenschaftlichen oder medizinischen Zwecken ist keine Bestattung, da der Tote vor der Verwendung seines Körpers als „(verstorbenes) Lebewesen“ entwidmet wird, symbolisch also zuvor von der Seele befreit wurde.

Beim Bundesverband der Körperspender e.V. (bdk) können Sie sich über die Körperspende informieren.

 

Banner von Körperwelten

Furore machte das Verfahren der Plastination, das der deutsche Anatom Gunther von Hagens erfand und in seinen „Körperwelten-Ausstellungen“ zur Schau stellt. Plastination ist ein dauerhaftes Konservierungsverfahren für tote menschliche und tierische Körper, bei dem die Zellflüssigkeit durch reaktive Kunststoffe ausgetauscht wird.

Wer darüber nachdenkt, seinen Körper zu einem Kunstwerk plastinieren zu lassen, der kann sich beim Körperspenderbüro des Instituts für Plastination IfP in Heidelberg informieren.